Unser Schulhund


Schulbegleithund Miko ist wieder im Dienst

Seit Mai 2024 ist unser Schulbegleithund Miko wieder im Dienst. Immer montags und donnerstags besucht er mit seiner Hundeführerin Frau Finkler den Unterricht der Klassenstufen 5 – 7. Er hilft den Schüler*innen beim Lernen, indem er ihnen eine zu laute Umgebung widerspiegelt und sie emotional durch seine Anwesenheit stärkt. Außerdem dürfen Schüler*innen, die besonders gut gearbeitet haben auch den ein oder anderen Trick mit Miko ausführen oder mit ihm kuscheln. Er steht unseren Schüler*innen auch während der GLNs zur Seite und beruhigt besonders aufgeregte mit einer kleinen Schmuseeinheit.

Schulhundeprojekt

Neben seinem regulären Einsatz im Unterricht besucht Miko bis zu den Sommerferien wöchentlich eine Klasse der Stufen 5 – 8 in einer Projektstunde. In diesem Projekt erarbeiten die Schüler*innen gemeinsam mit Miko und Frau Finkler Regeln, die im Umgang mit Miko wichtig sind. Sie besprechen den Körperaufbau von Hunden und lernen, Miko zu Kommandos aufzufordern. Besonders das Abschlussspiel, bei dem die Schüler*innen das Gelernte unter Beweis stellen und verschiedene Kommandos mit Miko ausführen können, macht allen großen Spaß. Der Preis, eine ausführliche Kuscheleinheit mit Miko, ist heißbegehrt.


Erster Einsatz für Schulhund "Miko"


Was ist ein Schulbegleithund

Der Einsatz von Schulbegleithunden fällt unter den Begriff der „tiergestützten Pädagogik“. „Tiergestützte Pädagogik ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte Intervention, die von professionellen Pädagogen […] angeleitet und/oder durchgeführt wird.“  Der Schulhund als „Präsenzhund verbringt regelmäßig eine gewisse Zeit im Klassenraum und im Unterricht. Er wird von einer für den pädagogischen Hunde-Einsatz ausgebildeten Lehrperson geführt. […] Zu den wichtigsten pädagogischen Zielsetzungen des Einsatzes von Schulhunden zählt ihr Beitrag zur Verbesserung des sozialen Gefüges in der Klasse, der Lehrer-Schüler-Beziehung, des Klassenklimas und der individuellen sozialen Kompetenz der Schüler.“ 

Es gibt eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten für Schulbegleithunde, die sich in der Art und der Dauer des Einsatzes unterscheiden. „Sinnvoll ist der Einsatz von Schulhunden in jeder Schulform und Klassenstufe.“  Es ist sinnvoll das Projekt Schulbegleithund unbefristet laufen zu lassen, da sich der Hund mit der Zeit immer mehr an seine Arbeit in der Schule gewöhnt und so mehren Schülergruppen die Möglichkeit geboten werden kann, mit dem Tier zu arbeiten. Beim Schulbegleithundeeinsatz ist die Stressbelastung des Hundes stets zu beachten und Stress auf ein Minimum einzudämmen. Zur Stressbelastung können viele verschiedene Faktoren wie Besonderheiten der Schüler*innen, Klassengröße, Verhalten der Klasse sowie Alter und Eignung des Hundes beitragen. Es wird empfohlen den Hund an nicht mehr als zwei bis drei Tagen mit in die Schule zu nehmen und ihm an diesen Tagen immer wieder Ruhepausen zu ermöglichen.

Es gibt verschiedenste Einsatzmöglichkeiten für Schulbegleithunde, wobei der Hund den größten Anteil der Zeit einfach im Unterricht anwesend ist und sich frei im Klassenraum bewegen darf. Darüber hinaus kann man Interkationen mit dem Schulhund als Belohnung einsetzen oder ihn gezielt für Entspannungsphasen nutzen. Möglich wäre auch der Einsatz in einem Sicherheitstraining im Umgang mit Hunden, eine Schulhunde-AG, die Begleitung auf Klassenfahrten und Wandertagen, an Projekttagen, Besuche in anderen Klassen, Leseförderung, Sozialkompetenztrainings oder bei der Hausaufgabenbetreuung. Hierbei kann man die Schüler*innen aktiv in die Arbeit mit dem Hund einbinden und sie kleine Aufgaben für den Hund erledigen lassen. Hierfür bieten sich beispielsweise das Bereitstellen von Wasser oder das Auslegen der Ruhedecke an. So lernen die Schüler*innen bereits im Kleinen Verantwortung für Schwächere zu übernehmen.

 


Welche Wirkung hat ein Schulhund

In verschiedenen Studien konnten positive Auswirkungen von Schulbegleithunden auf die Schüler*innen, deren Motivation, Konzentration sowie die Lernatmosphäre belegt werden. So konnte gezeigt werden, dass sowohl die emotionale als auch die soziale Kompetenz der Schüler*innen geschult wird. Schüler*innen lernen beispielsweise das Konstrukt der Empathie besser kennen, weil es ihnen leichter fällt mit einem Tier mitzufühlen als beispielsweise sich direkt in eine*n Mitschüler*in hineinzuversetzen. In vielen Klassen sinkt die Bereitschaft von aggressivem Verhalten und die Klasse rückt näher zusammen, hält besser zusammen. Außerdem zeigen Schulbegleithunde auch positive Auswirkungen auf schüchterne und sozial isolierte Schüler*innen, die sich durch den Hund als gemeinsamen Nenner mit den Mitschüler*inne*n nochmals mehr auf diese zubewegen.

Schulbegleithunde haben aber auch eine positive Auswirkung auf die Lernleistungen der Schüler*innen. So steigern sie die Aufmerksamkeit gegenüber der Lehrkraft und wirken sich positiv auf die Einstellung der Schüler*innen gegenüber der Schule aus, wodurch Schulunlust bekämpft wird. Auch die Lernfreude vieler Schüler*innen steigt mit dem Hundeeinsatz. Hunde in der Schule  helfen den Schüler*innen zudem adaptive Strategien zur Regulation negativer Emotionen zu erlernen, die sie auch später ohne die Anwesenheit des Schulhundes anwenden können.

Am Freitag, dem 8.7.2022 war es endlich soweit und unser Schulbegleithund in Ausbildung Miko hat uns, nach einigen Trockenübungen am Nachmittag, nun endlich auch am Vormittag besucht. Er hat den Unterricht der Klasse 9b begleitet und Zeit mit unserer Schulsozialarbeiterin Frau Diel verbracht, die er in Zukunft auch unterstützen wird. Miko hat seinen ersten Schultag super gemeistert und die vielen Streicheleinheiten von den Schüler*innen und Lehrer*innen sehr genossen.